Suppen Report KW 03

January 24th, 2012

Christoph Fellinger (Beiersdorf AG) und Robindro Ullah (DB Services GmbH) auf dem promerit Neujahrsempfang

Müßte ich die dritte KW in einem Wort zusammenfassen, so würde ich den Begriff Networking wählen. Es war zwar nur eine Veranstaltung, die diese Wahl prägte, aber dies eben nachhaltig: der promerit Neujahrsempfang. Ein großer Teil der – ich nenne sie mal – allgemeinen Personalerszene war vor Ort und eben nicht nur der inner Circle der Suppe. Trotzdem freute es mich sehr Christoph Fellinger von Beiersdorf wiederzusehen, der seit kurzem die HR Bloggerszene mit „Recruiting Generation Y“ bereichert.

Wir starten mit dem Jahr 2020 und den Anforderungen an die zukünftigen Beschäftigten. Auf der Wollmilchsau gibt es zu diesem Thema eine kleine Zusammenfassung der IFTF (Institute for the future) Forschung, die doch ein paar aus meiner Sicht treffende Punkte hervorhebt. Die Frage von Tobias Kärcher am Ende des Posts möchte ich hier gern beantworten. Ja mir fehlt noch etwas bzw. es kommt mir nicht deutlich genug heraus. Die Anforderung Netzwerke zu managen und konstruktiv zu verbinden; für sich persönlich oder aber auch für größere Zusammenhänge.

Als nächstes gibt es zwei Posts von Henner Knabenreich. Der erste auf dem Personalmarketingzweinull Blog „Brauchen Unternehmen eigentlich wirklich Employer Branding?“ und der zweite – ein Interview mit Mark Poppenborg – auf seinem Knabenreich bloggt Blog.
Beide Posts gehören für mich irgendwie zusammen und wenn gleich der erste Beitrag auf dem PM2Null Blog scheinbar provokant gemeint ist, so muss ich sagen: Henner, recht haste. Den Employer Brand soll ja keiner bauen. Den soll der Personalmarketer/ Employer Branding Manager identifizieren und transportieren. Nun kann es natürlich vorkommen, dass einem der entdeckte Brand nicht gefällt. Die Lösung ist dann allerdings nicht, sich einen schicken Brand auszudenken, sondern an Stellhebeln wie Unternehmenskultur zu arbeiten.
Der zweite Post schlägt dann die Brücke zwischen den Themen Führung und Employer Branding, denn die Inhalte des Interviews sind aus meiner Sicht zu einem großen Teil Aufgabe einer guten Führungskraft. Diese wiederum benötigt die Unterstützung einer entsprechend aufgestellten Führungskräfteentwicklung, die zumindest in Ansätzen die Macht besitzt, Führungskräften von gestern Denkanstöße von morgen mitzugeben.

Zum Abschluss des heutigen Reports möchte ich Ihnen einen Beitrag von Spiegel Online ans Herz legen mit dem Titel „Warum soziale Netzwerke sich nicht durchsuchen lassen“. Die Ausführungen sind meiner Meinung nach insbesondere für das active sourcing von Interesse und sollten daher bei der Profilsuche im Netz mit einbezogen werden.

Suppen Report KW 02

January 16th, 2012

Heute sind wir mal wieder auf der kurzen und prägnanten Seite. Ich selbst habe in der KW 02 ein paar sehr schöne Tage in Paris verbracht und dabei die deutsche Recruiting-/ Personalmarketingszene vernachlässigt. Auf einem meiner Spaziergänge durch die Stadt habe ich allerdings den geheimen Treffpunkt der französischen Recruiterszene entdecken können: Le Recrutement Cafe.

Neben solchen Fundstücken gab es aber eben doch zwei die ich in dieser Woche highlighten möchte.

Beginnen wir mit dem Recrutainment Blog und dem Beitrag „Warum Personalauswahl ein beidseitiger Prozess ist … Verschiedene Instrumente zur Verbesserung der Selbstauswahl“. Bevor in diesem Post detailliert auf das Tool Self-Assessment eingegangen wird (lesenswert), wird nochmals veranschaulicht, dass bei dem Thema Personalauswahl jeder Recruiter sich bewusst machen sollte, dass zuvor eine ganz andere Auswahl stattgefunden hat: die Arbeitgeberauswahl.

Der zweite Beitrag, den ich empfehlen möchte, war auf dem Prospective Blog zu lesen. Mit dem Titel „Social Interview: Das Vorstellungsgespräch 2.0 mittels Facebook Applikation“ verweisen die Schweizer auf einen sehr interessanten bis mutigen Case einer New Yorker Agentur, die via Facebook App die Freunde eines Bewerbers in den Bewerbungsprozess miteinbezogen haben. Den Ansatz kann ich nachvollziehen. Ob er aber sinnvoll ist (in dieser Form) und einen tatsächliche Informationsmehrwert bietet, wage ich zu bezweifeln.

Suppen Report KW 01

January 11th, 2012

Das neue Jahr ist sehr aufregend gestartet. Meine demnächst bald neue Funktion, der Umzug nach München und vor allem: jede Menge guter Beiträge … ich gebe zu, auch noch ein paar aus der KW 50.

Starten wir mit einem ausgezeichneten Employer Branding Recruiting Beispiel von IKEA Australien. Henner Knabenreich hat dem tollen Fundstück noch ein paar Zahlen hinzugefügt und ich muss sagen: Hut ab. Mir gefallen Personalmarketing/ Recruiting Aktivitäten, die insbesondere mit den Eigenheiten der Unternehmen arbeiten und eine unverwechselbare Handschrift tragen.

Das nächste Beispiel (von Penny) hat mehr etwas Witziges als etwas Beeindruckendes – trägt aber dennoch eine unverkennbare Handschrift. Sie finden es auf dem Blog von Jannis Tsalikis. Wenn ich die Penny Idee mal neben die IKEA Idee lege, scheint der Ansatz gar nicht so unähnlich – trotzdem war meine Reaktion eher ??? Aber wie so oft gehöre ich nicht der Zielgruppe an.

Neues Jahr, neuer Job, neues Hobby. Nachdem ich mein letztes Hobby just wieder zum Beruf machte, habe ich mich kurzerhand für ein neues “Hobby” entschieden: FKE (Führungskräfteentwicklung). Ich sehe einen großen Bedarf an Social Media und Kommunikations-/ Netzwerkkompetenz im mittleren Management. Da ausgerechnet dieser Teil eines Unternehmens einen sehr hohen Impact auf Unternehmenskultur und somit auch auf die Arbeitgebermarke hat, passt es auch ganz gut zum Employer Branding. Anbei ein ganz interessantes Interview mit Alexander Groth auf dem talential Blog zu Führungskräften und Changemanagement.

Als nächstes werfen wir einen Blick auf google+. In meiner Wahrnehmung scheint google+ Gas zu geben, allerdings auf eine eher zurückhaltende leise Art. Auf dem Prospectiv Blog gab es hierzu ein paar lesenswerte Zahlen und Fakten.

Für manche ist es vielleicht schon fast langweilig, aber ich freue mich immer wieder darüber. Ein Dank an Jo Diercks, der das neue Jahr direkt mal mit den Twittercharts einläutet. Wirklich interessant – wie er schreibt – ist die Entwicklung des Thyssen Krupp Accounts. Es könnte eine Art Marktsättigung erfolgt sein. Mit einer Quitter Analyse kann man evtl. etwas Licht ins Dunkel bringen.

Man bekommt ja nicht immer alles mit und das muss ja auch gar nicht sein. Dafür gibt es ja z.B. t3n.de, die netter Weise die größten Shitstorms 2011 aufgelistet haben. Einfach lesen, lernen und ein bisschen amüsieren.

Als kleiner Mathematiker neige ich hin und wieder dazu mir Statistiken zu Gemüte zu führen – gern zum Thema Social Media. Daher freute es mich umso mehr, dass zu Jahresbeginn eben solch ein Blog online ging, der die Statistiksucht befriedigen wird. Auf www.socialmediastatistik.de werden zukünftig Zahlen, Daten, Fakten zu Social Media gesammelt – ein Eldorado für zukünftige Abschlussarbeiten. Vielen Dank @Nico für die coole Idee.

Eine absolute Lesepflicht ist der Beitrag von Thomas Hutter mit dem Titel „Facebook: der Unterschied zwischen EdgeRank und GraphRank“. Ich halte das Verstehen und das Wissen um diese Werte für sehr wichtig. Admins von Karriere Fanpages sollten sich damit auseinander setzen – mein persönliches Gefühl ist, dass es hier ebenso wie bei den FK einen Bedarf gibt -, aber insbesondere auch diejenigen in einem Unternehmen, die sich mit der Social Media Personalmarketingstrategie auseinandersetzen dürfen.

Abschließen möchte ich den heutigen Report mit einem Beitrag auf dem PR- Blogger: „Enterprise 2.0: Viele reden davon – wenige tun es auch“, der gleich zu Beginn des Jahres erschienen war. Einerseits muss ich zugeben, dass dies auch in meiner Wahrnehmung so ist, aber auf der anderen Seite sollte man den Unternehmen noch Zeit geben. Ich denke viele bewegen sich in die richtige Richtung. Einige bringen dabei mehr PS auf die Straße andere eben weniger. Diejenigen, die auf dieser Autobahn versuchen zu parken oder gar den Rückwärtsgang einzulegen, werden sich vermutlich bald im Graben wiederfinden.

 

Back to the roots

January 4th, 2012

Es sind nun bereits mehr als 2 Jahre vergangen, seit dem ich beruflich gesehen dem Thema Employer Branding/ Recruiting den Rücken zugekehrt habe. Während dieser Zeit habe ich mich einem anderen sehr wichtigen Thema gewidmet: der Beschäftigungssicherung im Alter. Der rote Faden in meinem Lebenslauf hatte sich bereits nach dem Wechsel von der Mathematik zum Personal leicht verflüchtigt, so dass dieses völlig neue Thema im Grunde sehr gut passte. In den zwei Jahren ZusatzServices hat sich sehr viel bewegt. Meine Abteilung konnte ich zu einer Personalstärke von knapp 200 Mitarbeitern ausbauen und wir durften sogar internationales Parkett (AARP Award) betreten, denn das Thema „steigendes Alter der Beschäftigten“ bewegt nicht nur die Deutsche Bahn sondern die ganze Welt.

Aber der Titel des Posts ist nicht umsonst so gewählt – nein ich begebe mich nicht wieder zurück zur Mathematik. Ich werde mich 2012 neuen Herausforderungen in der Personalgewinnung stellen und zunächst parallel zur Leitung der Geschäftseinheit ZusatzServices eins von mehreren neuen Rekrutierungszentren aufbauen. Damit das nicht langweilig wird, werde ich mich dem Bereich Süd (Bayern) mit Hauptsitz München widmen.

Wie sagte mal ein schlauer Mann:

Um besser zu werden, bedarf es besserer Gegner.

Der bayrische Arbeitsmarkt ist – denke ich – ausreichend hart umkämpft.

In den kommenden Wochen werde ich sicherlich häufiger vom Aufbau berichten und neue Mitarbeiter suchen, die Lust haben, mit mir Unmögliches zu vollbringen.
Sollten bei Ihnen ein klein wenig das Interesse geweckt worden sein, können Sie sich unter www.deutschebahn.com/karriere die Stellenausschreibungen einmal ansehen:

Über zahlreiche Rückmeldungen und Interessierte würde ich mich freuen, wobei – wie gesagt – in den kommenden Wochen noch etliche Insights zu erwarten sind, die einem die Entscheidung mit mir zu arbeiten (oder auch nicht), ggf. erleichtern oder erschweren werden. Gern können Sie mich bei Fragen auch direkt kontaktieren! robindro(dot)ullah(at)deutschebahn(dot)com

Bis dahin wünsche ich allen ein frohes neues Jahr!

Suppen Report KW 51/ 52

December 29th, 2011

Das Jahr ist so gut wie vorbei und ich mache mich auf die Suche nach den Jahresrückblicken. Wie im vergangenen Jahr auch, sehe ich keinen Mehrwert darin den zehnten Rückblick zu schreiben, sondern helfe Ihnen lieber dabei, andere Zusammenfassungen zu finden.

Einen Zweiteiler – Jahresrückblick gibt es/ gab es auf dem Recrutainment Blog. Einige dieser Highlights waren mir schon wieder entfallen, aber ich denke gern an die fortschreitende  Gamification zurück. Wie immer möchte ich mich bei Jo Diercks für das unermüdliche Nachhalten der Twitterrankings bedanken!
Zum ersten Teil des Rückblicks gelangen Sie über den Link. Der zweite Teil wird erst noch von Ihm gepostet werden – einen Hinweis werde ich nachträglich einfügen. – der zweite Teil ist soeben erschienen!

Der nächste Rückblick auf dem newcruiting blog ist etwas kritischerer Natur. Hier wird eine ähnliche Stimme laut, wie sie in der vergangenen Woche auf dem Personalmarketingblog zu lesen war. Unternehmen packen das Thema Social Media an, aber aus der Sicht vieler Experten noch viel zu unkoordiniert und halbherzig. Meine Meinung dazu ist – zurücklehnen, entspannen und zugucken. Die Hinderer werden früher oder später eines besseren belehrt werden bzw. gewisse Strukturen brauch einfach etwas mehr Zeit. Hierzu sehr schön passend, das von Nina Kalmeyer angeführte Zitat von Stephen Downes, E-Learning-Theoretiker:

Web 2.0 is an attitude, not a technology. This means there is no technological revolution, it is a social revolution.

Aufzuhalten gibt es hier nichts.

Zuletzt gibt es noch Zahlen/ Daten/ Fakten 2011 von t3n.de. Die Videoinfografik lässt kaum Fragen offen.

Mich beeindrucken die Zahlen immer wieder und eröffnen mir den Blick in eine vielversprechende kommunikative Zukunft.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Suppen Report KW 50

December 24th, 2011

So kurz vor Weihnachten meint man ja, alle seien mit Geschenke-shoppen beschäftigt. Aber weit gefehlt. Auch in der vergangenen Woche waren ein paar der deutschen HR Blogger fleißig, so dass es sich auch heute wieder gelohnt hat den Suppen Report aufzusetzen.

Aufgefallen ist mir direkt ein Beitrag von Lutz Altmann mit dem Titel „Social Media HR geht ab (wärts)“. Lutz beschreibt darin einen in meiner Wahrnehmung ganz natürlichen Effekt – die Enthypung. Twitter musste dies bereits 2010 durchlaufen und nun erwischt es den Bereich Social Media HR in Gänze. Der Effekt stellt sich meiner Meinung nach in einer Art Under Cover Entwicklung dar und bezeichnet NICHT den Untergang sondern eigentlich den Durchbruch – es merkt nur leider keiner.
Zunächst erachten die Medien das Thema als nicht mehr sexy enough. Daraus folgt eine Art Profilierungsloch – Personalbereiche können sich mit ihren Facebook Fanpages nicht mehr in Szene setzten, da dieses Tool u.a. zum Standard geworden ist. Um hervorzustechen muss auf einmal gearbeitet und investiert werden – meiner Meinung nach ein Zeichen dafür, dass etwas in den Alltag übergeht und es alle haben. Die Geschwindigkeit nimmt ein wenig ab und dies wird zum Türöffner für KMU und Unternehmen, die bislang ggf. nur zögerlich oder gar nicht auf diesem Medium präsent waren. Ich denke daher – ja: die bisherigen Platzhirsche schalten evtl. einen Gang zurück und es wird ruhiger, aber ich möchte es eher mit dem Bild einer Welle beschreiben, die zunächst das Wasser sammelt und dann den Strand überschwemmt.

In letzter Zeit wird er zum Stammgast im Suppenreport: Henner Knabenreich. Ich bin nicht immer seiner Meinung und trotzdem sind seine Posts lesenswert. So auch der aus der vergangenen Woche mit dem Titel „Erfolgsfaktoren einer Karriere Fanpage auf Facebook: Fanorientierter Dialog und Wertschätzung“. Hervorheben möchte ich lediglich die „Empfehlung“ der Vorstellung des Karriereteams – auch aus meiner Sicht ein wichtiges Dialogelement – und eine Frage möchte ich auch noch los werden: wie genau ist Behördensprache definiert?

Spiegel Online brachte ebenfalls einen interessanten Artikel heraus: „Ein Viertel der Jobs wird über „VitaminB“ vergeben“. Meiner Meinung nach passt der Titel nicht ganz zum Beitrag, denn „Vitamin B“ ist leicht negativ besetzt, was ich von einer persönlichen Jobvermittlung nicht behaupten kann. Im Gegenteil, ich denke, der Anteil der persönlichen Vermittlung durch z.B. Mitarbeiter wird insbesondere dank Social Media in den kommenden Jahren weiter steigen.

Zwischen den Jahren wird es ebenfalls noch einen kurzen Suppen Report geben, bevor ich ins neue Jahr starten werde. Bis dahin wünsche ich allen Lesern ein frohes Fest und ein paar erholsame Tage.

Suppen Report KW 49

December 13th, 2011

Suppen Report KW 49

Es sind immer die Wochen, in denen bei mir beruflich High Life ist, die nur so vor neuen Beiträgen platzen. Während ich mit einer der wohl schönsten Aufgaben in einer Führungskarriere betraut war – Jubilarenehrung – war die Suppe von der Schreibwut ergriffen. Die meiner Meinung nach lesenswertesten Beiträge möchte ich Ihnen natürlich nicht vorenthalten.

Vorab aber noch kurz der Hinweis, dass ich sieben Mal 40 Dienstjahre und zwei mal 25 Dienstjahre ehren durfte, was zukünftig eher die Ausnahme sein wird.

Henner Knabenreich darf mal wieder den Anfang machen. Mit „November-Zahlen für Facebook Karriere-Pages – Das Wachstum geht weiter“ gibt es mal wieder einen schönen Überblick über die aktuelle Fanpage-Lage in Deutschland. DBKarriere schlägt sich derzeit gar nicht mal so schlecht, obwohl die Interaktion rückläufig ist. Die Wie-kommen-wir-an-Fans Strategien scheinen nach wie vor eher nicht originell und nachhaltig zu sein, aber das wird sich sicherlich bald ändern. Auf jeden Fall ein Dankeschön an Henner für die Aufbereitung!

Selbes Lob geht natürlich auch an Jo Diercks, der immer wieder – unermüdlich – die Twitter Rankings veröffentlicht. @DBKarriere ist nach wie vor an der Spitze, was aber – ehrlich gesagt – nicht nur an unserem genialen Redaktionsplan liegt, sondern meiner Meinung nach auch an dem – wie bereits erwähnt – „wo viele Follower sind, kommen gern viele dazu“ Effekt liegt. Trotzdem ist es immer wieder interessant zu sehen, wie sich die anderen Unternehmen entwickeln und was z.B. eine Sparkasse anders macht als andere Unternehmen.

Der nächste Beitrag kommt von Wollmilchsau mit dem Titel „Im Team zum Erfolg: Social Media bei SNT“. Das Interview hat mich etwas hellhörig gemacht, da es eine aktuelle Diskussion trifft, die mir kürzlich widerfahren ist: braucht HR einen eigenen Facebook Account? Meine Meinung ist: ja – allerdings bin ich auch Wahl-Personaler. Dass es auch anders funktionieren kann, zeigt SNT. Voraussetzung scheint mir aber eine gute und offene Zusammenarbeit von HR und PR zu sein, die nur selten gegeben ist (persönlicher Eindruck). In Summe zeigt das Beispiel, dass es vermutlich nichts gibt, was im Social Web nicht funktioniert – man muss es bloß richtig angehen.

Was es noch neues gab, erzählte uns Jo Diercks auf dem Recrutainment Blog. Mit seinem Post „Absolventa und Ludwig-Maximilians-Universtät München verleihen Siegel für gute Trainee Programme“ kam er mir zuvor. Bei Zeitüberhang werde ich es noch nachholen: einen kleinen Bericht über unser Trainee Programm, welches ebenfalls durch Absolventa ausgezeichnet wurde. Zu recht sage ich – als ex Trainee der Deutschen Bahn.

Ein spannendes Thema fand sich auf dem Recruiting Generation Y – Blog wieder. „Freiheit für alle – oder nicht?“ greift das immer stärker werdende Bedürfnis nach flexiblen Arbeitszeiten auf. Christoph Fellinger legt mit dem Beitrag den Finger in eine Wunde, die viele Unternehmen evtl. noch gar nicht gesehen haben: das mittlere Management. Klar: ob und wie eine Flexibilisierung der Arbeitszeit aussehen kann, entscheiden Vorstände und Geschäftsführer. Die Umsetzung dessen – da fängt dann aber erst die Musik an zu spielen oder eben auch nicht – wird aber die große Herausforderung sein und diese liegt bei unseren lieben Führungskräften. Schnell wird die wohl – meine persönliche Meinung gebildet aus etlichen Einzelgesprächen – am wenigsten Social Web affine Gruppe: das mittleren Management, überfordert sein mit den Anforderungen an Führung über Distanz und über neue Medien. Das Konzept der Führung wird sich anpassen müssen und auch vielerorts die Präsenzkultur. Ich bin gespannt und freue mich auf die kommenden Veranstaltungen zu diesem Thema!

Immer wieder tauchen neue Sterne am Personalmarketing Himmel auf und in der vergangenen Woche hieß dieser Stern: Crowdsourcing. Einen kleinen Bericht und eine Einführung in das Thema mit vielen spannden Links gab´s auf dem PR-Blogger, der dies allerdings nicht im HR Kontext aufbereitet hat.

HR lastiger wurde dies im Beitrag „Welche Auswirkung hat Crowdsourcing auf das Thema Mitarbeitergewinnung“ auf saatkorn beleuchtet. Da muss ich doch zugeben, dass ich diesen Anwendungsfall bzw. dieses Gebiet so zuvor nicht gesehen habe. Das Interview mit Claudia Pelzer gibt allerdings schöne Denkanstöße und Anregungen und macht Lust auf das Thema. Vielen Dank für den Beitrag @Gero Hesse.

Zum heutigen Abschluss gibt es den Hinweis auf das BMW Interview auf dem Personalmarketingblog, welches nochmals ein paar weitere Informationen zum Augmented Reality Recruiting Ansatz von BMW gibt. Ein schöner Case, wie ich finde, auf dessen Auswertung ich nach wie vor gespannt bin.

Suppen Report KW 48

December 6th, 2011

Da sind wir nun mitten in der Weihnachtszeit und mein Blog-Zeit-Konto wird und wird nicht besser. Die zur Verfügung stehende Freizeit am Tag verschwindet so mir nichts dir nichts direkt in Xmas Überlegungen/ Einkäufen/ etc. Viel Raum zum Lesen bleibt da derzeit nicht. Dennoch möchte ich aus der vergangenen Woche wieder ein paar Artikel hervorheben, die mir ins Auge gesprungen sind.

Starten wir mit dem spannenden Ansatz „Fliplife als Messetool“. Auf dem Recrutainmentblog war in der vergangenen Woche entsprechendes zu lesen. – an dieser Stelle ein Dankeschön an Jo für die wunderbare Wortkreation „robindrisch“ – Unter dem Titel „Media-Saturn bietet `Mini-Karriere` in fliplife auf dem Absolventenkongress“ berichtet Jo Diercks von der Gamification und dem ToGo Ansatz des Karriere-Spiels. Feedbacks von der Messe sind noch nicht zu lesen, nichtsdestotrotz eine schöne Idee, um sich von Mitbewerbern abzuheben.

Der zweite Beitrag, den ich heute empfehlen möchte, hat mich ein wenig neidisch gemacht. „QR Code und Augmented Reality“ enthüllt den ersten Deutschen AR-Recruiting Ansatz. Blöd, dass wir´s nicht sind, sondern BMW. Aber den Jungs sei es gegönnt. Leider konnte ich das Gimmick nicht austesten, da mein IPad noch im Shop liegt. Dem Facebook Video konnte man leider nicht entnehmen, ob das Gimmick einen HR Bezug hat – mal abgesehen davon, dass es sich um eine Stellenanzeige handelt. Alles in Allem muss ich sagen: sehr zukunftsweisend.
Gucken wir uns noch kurz den ersten Teil des Beitrags von Lutz Altmann an, so muss ich sowohl ihm als auch Professor Dr. Jäger sehr beipflichten. Mobile ist ein wichtiger Teil der Zukunft und das nicht, weil mehr und mehr Menschen ein Smartphone haben, sondern weil mehr und mehr Menschen mobile Endgeräte haben, die internetfähig sind.
Die wichtigste Botschaft des Blogbeitrags finden Sie übrigens meiner Meinung nach im ersten Spot „The Problem with QR Codes“ : erst denken, dann handeln!!!

Suppen Report KW 46 + 47

November 29th, 2011

Mal wieder eine der Wochen (KW 46) in der man vor lauter Arbeit zu nichts kommt. Der Endspurt am Jahresende wird spürbar und auch die Anzahl an Vorträgen nimmt zu. Durfte ich doch in den vergangenen zwei Wochen zu meinen eigenen Vorträgen noch zwei Kollegen vertreten: Alfred Lukasczyk (Talentmanagement, Evonic) und Jan Kirchner (eRecruiting, atenta). Beide Veranstaltungen haben sich aber sehr gelohnt!

Während ich mich Vorträgen und meiner eigentlichen Arbeit hingegeben habe, waren die HR Blogger wieder äußerst produktiv. Anbei nun den Suppen-Überblick der vergangenen zwei Wochen.

Google + ist mittlerweile in aller Munde und wenn gleich noch nicht jeder einen Account hat, so scheint sich das schön aufgeräumte Netzwerk so langsam seinen Platz am Social Network Himmel zu erkämpfen. Ein paar Zahlen finden Sie hierzu auf Crosswater Job Guide.

Und da ist es wieder – mein Lieblingsthema: Mobile Recruiting. Mit diesem Thema wartete der HRMarketing Blog der W&V auf, als er von dem W&V/ Jobware Expertenforum berichtete. Unter dem Titel „Recruiting via Smartphone: Eher Professionals als Einsteiger“ fasste Thomas Forster die Statements der Experten zusammen. Ich bin immer wieder überrascht, dass manche meinen, wenn man sich intensiv über verschiedene Channels zur Rekrutierung unterhält/ austauscht, man wolle die bis dato funktionierenden Kanäle begraben. Da ich da anderer Meinung bin, möchte ich gern das Zitat, welches mir am besten gefiel nachstehend aufführen

“BMW würde nie auf die Idee kommen, zehn Prozent seiner Kunden nicht zu bedienen”, konterte Jäger …

Es geht eben nicht darum die Wollmilchsau zu finden, sondern zielgruppengerechte Anspracheformate / -wege. Zukünftig werden sich die Mobile Zielgruppen sicherlich noch vergrößern, aber ich bin auch heute schon der Meinung, dass gerade die jungen Zielgruppen extrem Handy-affin sind.

Und nun ein klasse Highlight von Henner Knabenreich: „Was Sie vermeiden sollten, wenn Sie eine Facebook Karriere-Page umsetzen“. Facebook entwickelt sich so langsam zum Personalmarketing-Standardtool. Immer mehr Unternehmen sehen es als must-have. Leider ist es wie so oft: das Tool ist nur so gut wieder Anwender. Die von Henner aufgezeigten Punkte sind super zusammengefasst und treffen den Kern. Allerdings bin ich nach wie vor nicht seiner Meinung, was die DU- Thematik angeht. Dennoch sehr lesenswert!!!

Auch wenn es nichts direkt mit dem Personal zu tun hat, möchte ich nicht versäumen, auf die bevorstehende Live-Schaltung der DB Facebook Fanpage (Servicekanal) zu verweisen. Ein paar Zeilen gibt es hierzu auf t3n.de zu lesen. Ich denke, da hätten man sich sicherlich nen besseren Startzeitpunkt aussuchen können, aber … Auf jeden Fall bin ich gespannt, wie der Start verlaufen wird.

Da sitzt man nichtsahnend an einem Sonntag im Kino und dann so ein Spot. Meine Meinung nehme ich mal Vorweg: mir gefällt der Film. Er ist super gemacht und prominent platziert. Da kann man schon ein bisschen neidisch werden. Den Spot können Sie sich auf Youtube ansehen.

Den Abschluss macht heute Henner Knabenreich mit seinem Beitrag „Social Employer Branding – Eine empirische Analyse der Interaktion auf Facebook Karrierefanseiten“. Thema ist die Masterarbeit von Frau Bößenecker „Social Employer Branding- Eine empirische Analyse der Interaktion auf Facebook Karrierefanseiten“. Ein paar Einblicke gewähren die beiden in die Ergebnisse – nur so zum Anfüttern. Daher bin ich gespannt, weiteres zu lesen.

Suppen Report KW 45

November 15th, 2011

Es ist mal wieder Zeit, denn die Kolleginnen und Kollegen waren in der vergangenen Woche sehr fleißig. Da war doch der eine oder andere Denkanstoß dabei, den ich nicht vorenthalten möchte. Ich selbst war durch die DB Award Veranstaltung der meines Konzerns ein wenig – sozusagen – emotional eingenommen, aber das können Sie im vergangenen Beitrag „Wenn Mitarbeiter Großes leisten“ lesen.

Wenden wir nun aber den Blick zu den Beiträgen, die aus meiner Sicht gelesen werden sollten. Den Startschuss macht heute der Personalmarketingblog mit dem Post „Recruiting der Zukunft – wohin führt der Weg?“. Lutz Altmann spricht in diesem Beitrag ein Thema an, welches mir persönlich am Herzen liegt. Wie sehr sind die Recruiter von heute eigentlich schon 2.0? Was man hierunter versteht, sei noch mal hinten angestellt. Das Schaubild mit dem neuen Skillset finde ich da schon sehr gut. Was aber zudem noch stärker herauskommen muss, ist, dass es sich um ein Zielgruppen unabhängiges Skillset handelt. Diese Erkenntnis wiederum hat Einfluss auf die Personalentscheider, denen dann bewusst werden würde, dass man zunehmend alle Recruiter nach dem neuen Skillset auswählen sollte. Es gibt nach wie vor – meine persönliche Meinung – viel zu viele Entscheider, die ggf. das Skillset in der Ausschreibung erwähnen, es aber im Bewerbungsprozess unter geht. Hier müssen also zwei Hürden genommen werden: das Update Recruiter 1.0 auf 2.0 und Personalentscheider 1.0 auf 2.0.

Im Nachgang zur Social Media Recruiting Conference in Hamburg gab´s nun auf beginners-mind.de einen Nachtrag zum Thema „Contentstrategie für HRler“. Den Vortrag von Jörn Hendrik Ast hätte ich mir gern angesehen, zumal ich nun die Charts gesehen habe. Was mir fehlt – worüber ich ja noch nen Blogpost verfassen wollte – ist, dass meiner Meinung nach vor dem Storytelling das Storyidentifying steht. Letzteres sollten die Personaler sich zu Eigen machen: die Geschichten eines Unternehmens identifizieren und dann ans Tageslicht bringen. Das muss nicht bedeuten, dass die Personaler dies selbst tun müssen. Natürlich ist es toll, wenn die Mitarbeiter ihre Geschichten erzählen, aber manchmal bedarf es eines Mittlers oder eines Berichterstatters.

Als nächstes gibt es eine Fortsetzung der grausigsten Employer Branding Kampagnen 2011 – siehe „das Employer Branding Journal Halloween Special“. Ich war schon der Meinung, dass die Variante „Schüler mit Bier anlocken“ kaum zu toppen sei, doch das Employer Branding Video der Dachdeckerinnung Oberschwaben möchte scheinbar jener zweifelhaften Rekrutierungsaktion in nichts nachstehen. Dem Video haben sich dann doch direkt mal zwei Kollegen angenommen und in ihren Blogs berichtet. Henner Knabenreich und Bernd Schmitz meldeten sich zu Wort und ich muss beiden wirklich recht geben. Über Geschmack kann man sich bekanntlich streiten, aber bei Azubiwerbung finde ich, darf man ein ganz klein bisschen mehr Gehirnschmalz hineinstecken.

Vor kurzem hatte Jo Diercks auf dem Recrutainment Blog vom Daimler Start auf Fliplife berichtet. Nun 3 Wochen später werden die ersten Zahlen offenbart und ich bin positiv überrascht. Das Potential hätte ich in so kurzer Zeit nicht erwartet – selbst bei einer Produktmarke wie Daimler nicht. Das angegebene Durchschnittsalter weist zudem darauf hin, dass es nicht die eifrigen Suppen-Personaler sind, die da jeden Tag gespielt haben, um zu sehen, was Daimler da schickes fabriziert hat. Von daher meine anfängliche Skepsis verschwindet so langsam.

Bevor es heute auf die Schlussgerade geht, möchte ich noch auf einen Beitrag auf metaHR verweisen, der übersichtlich die „Sieben sicheren Wege kein Erfolg im Social Media Recruiting zu haben“ skizziert. Das sind dann aber auch die ganz großen Schnitzer, die man sich nicht erlauben sollte. Mein Fav ist Top 2, wobei auch Top 5 Potential hat.

Den Abschluss bildet heute Jannis Tsalikis mit sehr guten Beispielen für Recruitinganzeigen. Da kann man sich nicht nur den einen oder anderen Denkanstoß abholen, man kann auch direkt mal ein bisschen Mut einpacken.