Das Thema „Storytelling“ schwebt nun schon seit einigen Monaten im Recruiting Universum herum und Asche über mein Haupt – ich wollte mich der Disziplin schon im vergangenen Jahr angenommen haben. Mittlerweile findet man doch einige Blogposts zu dem Thema. Die Disziplin wird als ein aufstrebendes neues Tool in der Recruiterwerkzeugkiste angepriesen und ich muss sagen, wenn Recruiter dieses beherrschen, halte ich es für recht mächtig. Was man sich darunter vorzustellen hat, kann man sich gut im Post „Storytelling: erzählen Sie mehr Geschichten“ auf Karrierebibel erlesen. Ein Praxisbeispiel, welches mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, war vor über einem Monat auf der Wollmilchsau zu lesen.
Wie bereits erwähnt, messe ich dem Storytelling eine große Bedeutung zu. Doch ich denke ebenfalls, dass es ggf. noch wichtiger sein wird, die Geschichten eines Unternehmens zu entdecken. Dass man die Erfolgsgeschichte eines gesamten Unternehmens toll verpackt und den Bewerbern präsentiert, ist die eine Seite. Das man aber die vielen kleinen Diamanten des Unternehmens entdeckt, dass ist meiner Meinung nach die herausfordernde andere Seite. Als Recruiter benötigt man zukünftig – eigentlich am besten schon gestern – ein Auge für erzählenswerte Geschichten und Momente. Was interessiert welche Zielgruppe, wo finde ich diese Geschichten im Unternehmen etc. Im Grunde kommt es der Suche nach dem goldenen Tweet nahe. Welcher Inhalt hat das Potential zichfach geretweetet zu werden; welche Momente haben Erzählpotential? Hierin den Recruiter 2.0 zu schulen und ihm die entsprechende Netzwerkkompetenz an die Hand zu geben (d.h. welche Inhalte eignen sich für welches Netzwerk – in welcher Sprache), darin sehe ich heute noch eine kleine Herausforderung, die sich in meinem Team aber bereits sehr positiv entwickelt.
Storytelling – und worüber?
May 8th, 2012Future Leadership Camp 2012 – ein Rückblick
March 23rd, 2012Drei Tage lang hatte ich das Vergnügen, mit Quer- und Vordenkern das Thema Future Leadership zu diskutieren. Es war sehr bereichernd und ich muss sagen, dass die Örtlichkeit – Schlossgut Groß Schwansee – ebenfalls seinen Teil dazu beigetragen hat. Der erste Tag begann mit einem für mich sehr inspirierenden Vortrag von Nils Pfläging. Meine erste Assoziation mit Future Leadership war die Weiterentwicklung der teilweise recht rudimentären Medien- und Kommunikationskompetenzen der heutigen Führungskräfte. Nils spannte jedoch einen ganz anderen Bogen auf, der, in meinen einfachen Worten formuliert, die Führungskraft zum Dienstleister der Mitarbeiter macht. Der Mitarbeiter als Mitdenker und Gestalter – die Führungskraft als Coach, Treiber und der-/ diejenige, der/die dafür verantwortlich ist, dem Mitarbeiter eine optimale Arbeitsumgebung und Atmosphäre zu schaffen. Am zweiten Tag ging es dann ähnlich spannend weiter. Benno Löffler stellte das neue Vergütungssystem der V und S vor. Weg vom veralteten Boni System hatte er seine Firma in das Zeitalter der selbstbestimmten Gehälter geführt. Klingt erstmal etwas unglaubwürdig und vor allem teuer, stellte sich dann aber für dieses Beispiel als gute Entscheidung dar. Am dritten Tag war ich dann an der Reihe, Impulse in Richtung Motivation und neue Medien in der Führung zu geben. Überspitzt dargestellt: was taugt eine Führungskraft, die es nicht mehr schafft, sich ihren Mitarbeitern mitzuteilen geschweige denn, sie zu verstehen. Wichtig war mir aber auch, das Thema der älteren Beschäftigten darzustellen, von denen wir zukünftig eher mehr als weniger haben werden. Future Leader müssen auch diese abholen und mitnehmen können. Nach den Impulsvorträgen gab es jeweils OpenSpace Sessions, die ein sehr weites Spektrum an Führungsthemen abdeckten. Einen besonderen Mehrwert boten die sehr unterschiedlichen teilnehmenden Firmen. Angefangen beim Ein-Mann-Betrieb und StartUp ging es bis zu Kolossen wie der Deutschen Bahn mit ihren knapp 300.000 Mitarbeitern. Hieraus resultierten viele verschiedene Blickwinkel, die mir doch das eine oder andere Mal die Augen öffneten. Ohne das ich es ansprechen musste, kam am letzten Tag mein Standardthema auf: Employer Branding und die Rolle der Führungskraft in der Arbeitgeberwelt. Nicht viele beteiligten sich an dieser Diskussionsrunde, aber die Anwesenden machten deutlich, dass hier ein nicht zu leugnender Link ist, für den die Führungskräfte Verantwortung übernehmen müssen. In Summe war es ein gewagtes Format. Neben den Impulsen war die Veranstaltung im OpenSpace Ansatz designed, welcher allerdings sehr positiv verlief. Klar: Optimierungspotential war vorhanden – schließlich fand das Camp zum ersten Mal statt, aber ich freue mich bereits heute auf das nächste Camp. Abschließend möchte ich daher den Initiatoren und Organisatoren Intrinsify!me und PersonalInform danken.
Future Leadership Camp 2012 – der Pre-Post
March 20th, 2012
Meiner Meinung nach trägt die Führungskultur eines Unternehmens erheblich zur Arbeitgeberattraktivität bei. Gute Führungskräfte können in diesem Zusammenhang unbezahlbar sein und Mitarbeiter nicht nur motivieren sondern auch langfristig binden. Hinzu kommt, dass die kommenden Generationen – zumindest in meiner Wahrnehmung – veränderte Ansprüche an Führung haben, die eine stärkere soziale Komponente verlangen und sich klar von den alten Mechanismen des Führens durch Angst distanzieren.
Ich bin gespannt auf die Impulse, die ich auf dem Future Leadership Camp einsammeln werde und bereits beim gestrigen Eröffnungsvortrag von Nils Pfläging eingesammelt habe.


