Storytelling – und worüber?

May 8th, 2012

Das Thema „Storytelling“ schwebt nun schon seit einigen Monaten im Recruiting Universum herum und Asche über mein Haupt – ich wollte mich der Disziplin schon im vergangenen Jahr angenommen haben. Mittlerweile findet man doch einige Blogposts zu dem Thema. Die Disziplin wird als ein aufstrebendes neues Tool in der Recruiterwerkzeugkiste angepriesen und ich muss sagen, wenn Recruiter dieses beherrschen, halte ich es für recht mächtig. Was man sich darunter vorzustellen hat, kann man sich gut im Post „Storytelling: erzählen Sie mehr Geschichten“ auf Karrierebibel erlesen.  Ein Praxisbeispiel, welches mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, war vor über einem Monat auf der Wollmilchsau zu lesen.
Wie bereits erwähnt, messe ich dem Storytelling eine große Bedeutung zu. Doch ich denke ebenfalls, dass es ggf. noch wichtiger sein wird, die Geschichten eines Unternehmens zu entdecken. Dass man die Erfolgsgeschichte eines gesamten Unternehmens toll verpackt und den Bewerbern präsentiert, ist die eine Seite. Das man aber die vielen kleinen Diamanten des Unternehmens entdeckt, dass ist meiner Meinung nach die herausfordernde andere Seite. Als Recruiter benötigt man zukünftig – eigentlich am besten schon gestern – ein Auge für erzählenswerte Geschichten und Momente. Was interessiert welche Zielgruppe, wo finde ich diese Geschichten im Unternehmen etc. Im Grunde kommt es der Suche nach dem goldenen Tweet nahe. Welcher Inhalt hat das Potential zichfach geretweetet zu werden; welche Momente haben Erzählpotential? Hierin den Recruiter 2.0 zu schulen und ihm die entsprechende Netzwerkkompetenz an die Hand zu geben (d.h. welche Inhalte eignen sich für welches Netzwerk – in welcher Sprache), darin sehe ich heute noch eine kleine Herausforderung, die sich in meinem Team aber bereits sehr positiv entwickelt.

Suppen Report KW 16 + 17

May 2nd, 2012

Die Wochen fliegen wieder nur so an mir vorbei. Der Aufbau in München schreitet in großen Schritten voran und das Team ist mittlerweile wirklich auf dem besten Weg zum Recruitment 2.0. Aber wir wollen die Suppe nicht vergessen und auch wenn ich sie derzeit vernachlässige, so findet man dennoch sehr gute Beiträge, die man nicht verpassen sollte. So auch wieder von der Wollmilchsau mit dem Titel „Corporate-Blog oder Facebook-Fanpage“. Die Abwägungen zwischen den beiden Formaten würde ich sofort unterschreiben. Allerdings muss ich sagen, dass aus meiner Sicht sowohl das eine oder auch andere Format zumindest im Recruiting Kontext Sinn machen kann. Je nach Inhalten und Zielgruppen könnte man in einer gesamthaften Social Media Strategie von den Vorteilen beider Kanäle profitieren.

Einen Bericht, der in eine ähnliche Stoßrichtung geht, war auf dem Personalmarketingblog zu lesen. Unter dem Titel „Social Media = Facebook?“ finden Sie eine gute Auflistung der Vor- und Nachteile einer Karrierepräsenz auf Facebook.  Facebook hatte in den letzten Tagen wieder eine recht hohe Präsenz, so dass auch der nachfolgende Artikel sich mit eben diesem Netzwerk befasst.

Interessant an dem Beitrag von Prospective ist aber, dass hier mal eine andere Seite beleuchtet wird. Hinter dem Titel „Facebook während der Arbeitszeit: Facebook & Co. helfen Stress abzubauen und die Produktivität zu steigern“ verbirgt sich der Hinweis auf eine sehr spannende Infographik. Ein erster Schritt in die richtige Richtung (meine persönliche Meinung) – Social Networks „gesellschaftsfähig“ (auch am Arbeitsplatz) zu machen. Der eine liest die Zeitung in der Pause, der andere seine Netzwerke. 

Zum Thema Azubimarketing möchte ich gern auf ein Interview mit Kununu auf dem PR-Blogger verweisen, welches nochmals die Social Media Affinität von Schülern unterstreicht. Natürlich sollte man nicht die Multiplikatoren (Eltern, Lehrer) vergessen, aber letztlich sind Schüler heute schon dort, wo morgen alle sein werden. 

Eine Auflistung von Mobile Recruiting Tools konnte man auf dem Personalmarketingblog entdecken. Neben den gängigen LBS wird noch der QR Code gelistet. Der Vollständigkeit halber würde ich für das lokale Employer Branding noch Bluetooth Marketing hinzufügen und das Thema Augmented Reality, sollte auch nicht vergessen werden … siehe BMW Stellenanzeige. Wenn man noch ein bisschen weiter denkt und auch einmal Richtung Pinterest schielt, wird es bald noch ein paar weitere spannende mobile Anwendungen geben.

Zum gleichen Thema – aber anders gedacht – ein wunderschöner Beitrag auf dem Recrutainmentblog, der mich zum Schmunzeln brachte. Mobile Recruiting mal richtig mobil – ein Fundstück eben.

Suppen Report KW 15

April 19th, 2012

Die Osterwoche war schön, denn sie begann direkt mit dem Twitterranking von Jo Diercks. Auch wenn die reinen Followerzahlen gar nicht so aussagekräftig sind, freut es mich doch immer wieder, uns an der Spitze zu sehen. Meinen Senf zum Entstehen von @DBKarriere und den Ursachen des Erfolgs gab´s dann direkt im Anschluss auf dem Recrutainmentblog in einem kleinen Interview 

Weiter ging es für mich auf der Wollmilchsau, die ich – zugegebener Maßen – in der Vergangenheit etwas vernachlässigt hatte. „What´s my Social Media ROI again?“ wirft die Frage auf, die wir oder zumindest ich mir schon sehr lange immer wieder stelle. Was bringts und vor allem wie viel – am liebsten in € ausgedrückt, denn das verstehen die Entscheider am besten.  Bei dieser Frage kommt man allerdings schon ins Schleudern, wenn man die genauen Kosten versucht zu ermitteln, die man mit Social Media hat. Die dargestellte Infografik ist aus meiner Sicht hilfreich, um das Thema einmal zu überschlagen. Zuletzt die fehlerhaften Bedienung oder Zweckentfremdung – ein wunderbarer Punkt. Stellen Sie sich mal vor, Sie kaufen sich nen Mixer und wundern sich jeden Tag wieder, dass da kein Saft drin ist, bis Sie dann auf die Idee kommen Obst hineinzustecken. Nach dieser Erkenntnis, dass Input bei der Zielerreichung hilft, fangen Sie an ungeschältes Obst (Bananen, Orangen, etc.) hineinzustopfen und wundern sich dann wiederum, warum es der Zielgruppe nicht schmeckt.

Heute schon als Abschluss ein Beitrag vom Personal Marketing Blog. „Rappen als Allheilmittel im Personalmarketing???“ - ein bisschen fehlen mir die Worte und anderen scheinbar die Kreativität. Wobei ich sagen muss, dass ich es in Summe eigentlich ganz witzig finde. Vielleicht gibt´s im nächsten Jahr neben der besten Karriereseite und der besten Kampagne den besten Rap. Oder aber man kommt doch noch mal zur Verleihung der Goldenen Himbeere im Personalmarketing …

Recruiting the next Generation – die erste Woche

April 11th, 2012

Erster Teil der Ausrüstung für meiner Recruiter 2.0

Am 02.04.2012 war es endlich soweit. 8 Mitarbeiter standen in München bereit, um mit mir gemeinsam das Personalmarketing und Recruiting in Bayern zu revolutionieren. Naja, ganz so weit sind wir in der ersten Woche dann doch noch nicht gekommen, aber man soll sich hohe Ziele stecken und nachdem wir uns alle in der vergangenen Woche kennengelernt haben, bin ich mittlerweile wirklich zuversichtlich, dass wir das Ziel erreichen werden.

Das Team ist salopp gesagt: nagelneu. Den Bereich gab es zuvor so nicht und die Recruiter sind zwar nicht neu im Thema – aber neu im Konzern. Das Potential eine Abteilung von Recruitern 2.0 aufzubauen besteht. Aber um dem Missverständnis zuvor zu kommen, wir seien nur für die Gen Y da, sei an dieser Stelle betont, dass auch für die Rekrutierung aller anderen Generationen zukünftig ein Recruiter 2.0 benötigt wird. Letzteres vielleicht heute noch nicht auf Grund der Social Media Kompetenz, die solch ein Recruiter 2.0 zweifelsohne mitbringen sollte, aber das Verständnis für den veränderten Arbeitsmarkt und Kompetenzen die weniger auswählender als viel mehr vermarktender Natur sind, werden die Rekrutierungserfolge sichern. Kurzum: wir rekrutieren zukünftig die gesamte Bandbreite – von Azubi über Student und Professional bis hin zum Facharbeiter – und da freuen wir uns drauf!

Suppen Report KW 14

April 10th, 2012

So kurz nach Ostern möchte ich die Woche mit dem Report beginnen. Gleich als erstes der aktuelle Dauerbrenner in Sachen PM Hype: Pinterest. Ein paar interessante Zahlen, Daten, Fakten brachte der Post von Sebastian Manhart auf Personal Marketing. Das scheinbar nach wie vor von Frauen dominierte Netzwerk bekommt derzeit einen großen Teil meiner Aufmerksamkeit. Im Sinne des Personalmarketings halte ich das Netzwerk für äußerst interessant, allerdings nicht nach dem herkömmlichen Schema F (Firmen Account oder Profile suchen).
Twitter z.B. als Unternehmen im Kontext Employer Branding sinnvoll zu nutzen, ist in meiner Wahrnehmung unheimlich schwer. Pinterest setzt da noch mal einen drauf und ist daher die Social Media Personalmarketing Königsdisziplin. Ein paar Ansätze sind als Beispiele in dem Post aufgeführt, aber ich vermute, dass das Potential des Netzwerks erst zur Geltung kommt, wenn Recruiter 2.0/ Celebrity Personaler es effektiv als Botschafter der Arbeitgebermarke mit Ihren individuellen Accounts  nutzen. Einmal mehr wird die Storyidentifying Kompetenz verlangt: das Geschick die richtigen Momente im Unternehmen mit Handy-Cam einzufangen. Das geht wohlmöglich noch über die Fähigkeit Geschichten zu entdecken hinaus. Zur richtigen Zeit zu erkennen, dass es sich gerade um einen „Pinterest“- Moment handelt – im Sinne der Arbeitgebermarke, das wird die Herausforderung für diejenigen werden, die dieses Netzwerk zukünftig im Employer Branding einsetzen wollen.

Die nächsten zwei Artikel beschäftigen sich mit der Gen Y. Christoph Fellinger bündelt eine ganze Reihe von lesenswerten Posts zu diesem Thema in seinem Beitrag „It´s about us – der Gen Y zugehört. Parallel entdeckte ich auf dem Multimediablog von Bernd Schmitz einen ähnlichen Beitrag, in dem er ein sehenswertes Video verlinkt hat – ebenfalls zur Gen Y. Beiden gemein ist, dass Sie hier Beiträge finden, in denen die Zielgruppe selbst einmal zu Wort kommt. Ein sehr guter Ansatz!

Ebenfalls in eine ähnliche Richtung – die Richtung Gen Y – ging ein Interview auf saatkorn, welches ich Ihnen nicht vorenthalten will. Hinter dem Titel „Wie Young Targets die Generation Y ins Visier nimmtverbirgt sich ein klasse Interview mit Lutz Leichsenring. Hier entdecken Sie sehr innovative Formen des Recrutainments, vor denen ich den Hut ziehe!

Abschließend noch beginners-mind mit einem wunderbaren Video zur Gen Y – auch hier kommt wieder die Zielgruppe zu Wort!

Suppen Report KW 12 + 13

March 30th, 2012

Wie immer ist viel zu tun, aber nun zum Wochenende anbei der Überblick über die vergangenen zwei Wochen. Beginnen wir mit Careerloft – einem neuen Karrierenetzwerk aus der Feder von Gero Hesse. Das Gesamtkonzept stellt eine Plattform dar, die – wenn ich das richtig Überblicke – ein innovativen Mix an Kommunikations- und Begegnungskanälen bietet. Aber lesen Sie selbst: zum Kickoff gab es einen erklärenden Artikel auf saatkorn und parallel ein Interview mit Gero Hesse auf dem Recrutainmentblog. Einen weiterer Bericht zu careerloft war auf dem Personalmarketingblogzu lesen.

Da wir gerade schon bei saatkorn sind, möchte ich Ihnen noch die Berichte über den ersten und den zweiten Tag des Recruiting Convents 2012 ans Herz legen– für alle die so wie ich auch nicht dabei sein konnten, gibt Gero Hesse einen wunderbaren Überblick. Es gab wohl spannende und weniger spannende Sessions. Meine Aufmerksamkeit erregte insbesondere ein Vortrag mit dem Titel „Die Kraft der Rhetorik – auch beim Elevator-Pitch in Sekundenschnelle überzeugen“ von René Borbonus. Diese Fähigkeit sollte der Recruiter/ Personaler von morgen auf jeden Fall im Köfferchen haben, denn wir brauchen zunehmend mehr Aushängeschilder oder mit den Worten von Constanze Buchheim von i-potentials gesprochen: Celebrity Personaler.   

Seit einigen Wochen spricht man im Zusammenhang mit Facebook oftmals nur noch über die Chronik. Lutz Altmann hat mal die schnellen der Personalerbrange zusammengefasst. Auf dem Personalmarketingblog können Sie also wunderbare Beispiele begutachten, wie die neuen Fanpages im Karrierekontext aussehen können. 

Zum Schluss der Woche wieder etwas – ich nenne es mal Kreatives. Die Idee, die hinter dem BMW Rap steckte und steckt, hat mir sehr gut gefallen, wenn gleich die kommunikative Umsetzung sehr zu wünschen übrig lies. Heute verlinke ich auf den neuen Edeka Praktikanten Rap, der scheinbar in dieselbe Kerbe schlägt. Ich persönlich würde bei dem Video jetzt nicht unbedingt abhotten, aber eine Zielgruppe wird sich schon finden. Wie gesagt, die Idee finde ich grundsätzlich sehr gut! Und sollte das Video tatsächlich inkl. Idee aus der Feder der Azubis sein, dann finde ich es klasse, dass die Edekaner so hinter ihrem Unternehmen stehen. Für die Personaler bei Edeka aber mal der dezente Hinweis: aus Fehlern anderer Unternehmen darf man gern lernen! Stichwort: BMW und Storytelling!

 

Future Leadership Camp 2012 – ein Rückblick

March 23rd, 2012

Ich weiss nicht warum, aber bei dem Bild muss ich an verstaubte Führungskräfte denken ...

Drei Tage lang hatte ich das Vergnügen, mit Quer- und Vordenkern das Thema Future Leadership zu diskutieren. Es war sehr bereichernd und ich muss sagen, dass die Örtlichkeit – Schlossgut Groß Schwansee – ebenfalls seinen Teil dazu beigetragen hat. Der erste Tag begann mit einem für mich sehr inspirierenden Vortrag von Nils Pfläging. Meine erste Assoziation mit Future Leadership war die Weiterentwicklung der teilweise recht rudimentären Medien- und Kommunikationskompetenzen der heutigen Führungskräfte. Nils spannte jedoch einen ganz anderen Bogen auf, der, in meinen einfachen Worten formuliert, die Führungskraft zum Dienstleister der Mitarbeiter macht. Der Mitarbeiter als Mitdenker und Gestalter – die Führungskraft als Coach, Treiber und der-/ diejenige, der/die dafür verantwortlich ist, dem Mitarbeiter eine optimale Arbeitsumgebung und Atmosphäre zu schaffen. Am zweiten Tag ging es dann ähnlich spannend weiter. Benno Löffler stellte das neue Vergütungssystem der V und S vor. Weg vom veralteten Boni System hatte er seine Firma in das Zeitalter der selbstbestimmten Gehälter geführt. Klingt erstmal etwas unglaubwürdig und vor allem teuer, stellte sich dann aber für dieses Beispiel als gute Entscheidung dar. Am dritten Tag war ich dann an der Reihe, Impulse in Richtung Motivation und neue Medien in der Führung zu geben. Überspitzt dargestellt: was taugt eine Führungskraft, die es nicht mehr schafft, sich ihren Mitarbeitern mitzuteilen geschweige denn, sie zu verstehen. Wichtig war mir aber auch, das Thema der älteren Beschäftigten darzustellen, von denen wir zukünftig eher mehr als weniger haben werden. Future Leader müssen auch diese abholen und mitnehmen können. Nach den Impulsvorträgen gab es jeweils OpenSpace Sessions, die ein sehr weites Spektrum an Führungsthemen abdeckten. Einen besonderen Mehrwert boten die sehr unterschiedlichen teilnehmenden Firmen. Angefangen beim Ein-Mann-Betrieb und StartUp ging es bis zu Kolossen wie der Deutschen Bahn mit ihren knapp 300.000 Mitarbeitern. Hieraus resultierten viele verschiedene Blickwinkel, die mir doch das eine oder andere Mal die Augen öffneten. Ohne das ich es ansprechen musste, kam am letzten Tag mein Standardthema auf: Employer Branding und die Rolle der Führungskraft in der Arbeitgeberwelt. Nicht viele beteiligten sich an dieser Diskussionsrunde, aber die Anwesenden machten deutlich, dass hier ein nicht zu leugnender Link ist, für den die Führungskräfte Verantwortung übernehmen müssen. In Summe war es ein gewagtes Format. Neben den Impulsen war die Veranstaltung im OpenSpace Ansatz designed, welcher allerdings sehr positiv verlief. Klar: Optimierungspotential war vorhanden – schließlich fand das Camp zum ersten Mal statt, aber ich freue mich bereits heute auf das nächste Camp. Abschließend möchte ich daher den Initiatoren und Organisatoren Intrinsify!me  und PersonalInform danken.

Future Leadership Camp 2012 – der Pre-Post

March 20th, 2012

 

Schloßgut Groß Schwansee

Schloßgut Groß Schwansee

 

Meiner Meinung nach trägt die Führungskultur eines Unternehmens erheblich zur Arbeitgeberattraktivität bei. Gute Führungskräfte können in diesem Zusammenhang unbezahlbar sein und Mitarbeiter nicht nur motivieren sondern auch langfristig binden. Hinzu kommt, dass die kommenden Generationen – zumindest in meiner Wahrnehmung – veränderte Ansprüche an Führung haben, die eine stärkere soziale Komponente verlangen und sich klar von den alten Mechanismen des Führens durch Angst distanzieren.
Ich bin gespannt auf die Impulse, die ich auf dem Future Leadership Camp einsammeln werde und bereits beim gestrigen Eröffnungsvortrag von Nils Pfläging eingesammelt habe.

Suppen Report KW 09+10+11

March 19th, 2012

Also diesmal hatte ich doch eine etwas längere Pause. Der Urlaub hat aber auch gut getan, wenn gleich Wintersport nur semi erholsam ist. Während der vergangenen 3 Wochen ist aber eine Menge geschehen und dass nicht nur Online. So fand das erste HR BarCamp in Berlin statt, welches ich leider verpasst habe. Von meiner Seite aus durfte ich in einigen DGFP Erfa Gruppen präsentieren und mir dort auch neue Anregungen mitnehmen.

Ich beginne den Report klassisch mit der Pflichtlektüre des regelmäßigen Twitterrankings von Jo Diercks auf dem Recrutainment Blog. Den von Jo beschriebenen Aufstieg in die Champions League schaffen wir mit @DBKarriere hoffentlich bald und mein kleines persönliches Ziel wäre es ja, so langsam den Marketing-/ Produktkanälen auf die Pelle zu rücken. Spannend ist in diesem Zusammenhang auch der nachgeschobene Beitrag zu den Aktivitäten der einzelnen Accounts. Die ggf. aufkommende Vermutung, dass Aktivität = viele Tweets = Wachstum = Erfolg bedeutet, möchte ich direkt ersticken; ebenso wie die Vermutung, eine wachsende Anzahl an gefollowten Accounts sei ein Zeichen fürs Mitlesen. Hierzu sehe ich viel zu viele Accounts, die den Refollow Effekt ausnutzen wollen. Des Weiteren kann die Zahl an sich nichts über das ggf. stattfindende Durchtauschen von Accounts aussagen. Übertrieben gesagt: wenn ich als Unternehmen für mich festlege, dass 260 Accounts die maximale Anzahl an Accounts ist, die ich mir zutraue mitzulesen, kann ich die wöchentlich komplett durchtauschen, ohne die absolute Zahl zu verändern.

Auf dem PR-Blogger gab´s einen kleinen Bericht zum Thema Praktikum zu lesen mit dem Titel „Der Einfluss von Praktikanten auf Employer Branding“. Mit der Einschätzung gehe ich voll mit. Insbesondere da ich bereits heute der Meinung bin, dass Bewertungsportale grundsätzlich an Bedeutung zunehmen werden, und im speziellen Fall des Praktikums aktuell schon beachtliche PS auf die Straße gebracht werden. MeinPraktikum.de spricht eine online affine Zielgruppe an, die während des Studiums innerhalb kürzester Zeit oft mehrere Arbeitgeber durchlebt. Daher gibt’s von meiner Seite ein fettes Plus bei Relevanz von Praktika für´s Employer Branding.

Bei Facebook waren auch wieder die Mainzelmännchen am Werk und haben uns die neue Chronik beschert. Hierzu möchte ich auf verschiedene Blogposts verweisen, die mir in diesem Zusammenhang als lesenswert erscheinen. Hierunter Fallen der Beitrag „Social Media Personalmarketing – Karriere-Pages im Februar 2012 – Welche Auswirkung hat die Chronik?“ auf dem Personalmarketing2Null Blog.

Einen Kurzüberblick fand man auch auf dem Personalmarketingblog, den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Ebenfalls sehr lesenswert sind die Beiträge von Thomas Hutter (Facebook Timelinechronik für Facebookseiten kommt, Facebook Timeline für Unternehmen – die neuen Facebookseiten sind da, Facebook: die Timelinechronik kommt für alle! Bitte keine Panik – ein paar wichtigeInfos), den ich gern denjenigen ans Herz legen möchte, die etwas tiefer in das Thema einsteigen wollen.

Auch in diesem Jahr wird es wieder die SMPC geben und das erfolgreich eingeführten Titel des Social Media Personalmarketing Innovators 2012. Letztes Jahr habe ich das Event verpasst, aber in diesem Jahr werde ich dabei sein und selbstverständlich berichten!

Und da war es wieder – mein externes Gedächtnis. Der Beitrag auf dem Newcruiting Blog erinnerte mich an die Hamburger SMRC, auf der das Thema Storytelling diskutiert wurde (der Diskussion konnte ich leider nicht live folgen sondern nur via Twitter). Nun war es erneut Thema auf dem HR BarCamp (Rückblicke hierzu finden Sie auf metaHR und Wollmilchsau  ). Die Aufbereitung auf Newrecruiting finde ich persönlich sehr gelungen und verdeutlicht die Notwendigkeit dieser Kompetenz bei unseren zukünftigen Recruitern. Ich möchte allerdings noch einen etwas schwerfälligeren Begriff erklärend hinzufügen – nämlich den des Storyidentifying. Für mich ist es insbesondere wichtig, dass Recruiter die erzählbaren Geschichten entdecken. Die kleinen Juwelen des Unternehmens, die teilweise unter großen PR-Sprechblasen verstecken. Mir ist es wichtig, dass der Spürsinn entwickelt wird.

Abschließen möchte ich den heutigen Report mit dem Hinweis auf das Grey Interview auf Saatkorn, welches mir sehr gut gefallen hat. Einfach lesen und sich anschließend mal Pinterest zu Gemüte führen!

Tag 34 – Das Dream Team Part Two

March 5th, 2012

Für einen Arbeitsvertrag braucht man meist zwei Parteien und nur weil die eine JA gesagt hat, heißt das noch lange nicht, dass auch ein Arbeitsverhältnis zustande kommt. Früher waren es ggf. eher mal die Unternehmen, die NEIN gesagt haben, heute ist es wohl eher der Bewerber, der sich von mehreren Angeboten das Beste heraussucht. Ich bin froh, sagen zu können, dass ich mein Team zusammen habe und nun alle ab dem 01.04. an Board sein werden. Das Team besteht quasi ausschließlich aus Externen – lediglich zwei bringen sozusagen Bahnerfahrung mit. D.h. ab April wird erstmal ordentlich geschult und nicht nur Bahnwissen vermittelt sondern auch die Basis für den Recruiter 2.0 gelegt. Es ist ein wirklich prickelndes Gefühl ein gesamtes Team auf die Zukunft auszurichten und auf die Herausforderungen im Recruiting explizit vorbereiten zu können. Da fallen mir neben den gängigen Schlagworten wie Social Media, Kommunikation und Netzwerkkompetenz vor allem Dinge wie Storytelling/ Storyidentifying Kompetenz und CelebRecruiter Potential ein. Das dazu passende Schulungskonzept schreibe ich gerade und wenn´s anschlägt, wird natürlich hier auf meinem Blog darüber berichtet.