Ein Wolf im Schafspelz II – 1 Woche mit bonding, best, AIESEC & Co.

August 26th, 2010

„Mitten drin statt nur dabei“ – genauso habe ich mich in der vergangenen Woche gefühlt, als ich 5 Tage lang mit 20 Studierenden das bonding Hauptquartier in Hofgeismar belagert habe. 5 Tage, in denen ich mehr als nur den „circle of trust“ betreten durfte – ich fühlte mich dazugehörig.

Anlass war das Training „Group Dynamics“, welches – kurz gesagt für Laien – nicht das ist, wonach es klingt. Am Besten – bevor unnötige Erklärungsversuche scheitern – probiert man es selbst aus.

Für mich war es das bislang effektivste, härteste und kurzweiligste Training, welches ich je erleben durfte. Für die DB war es eine der wohl einprägsamsten Employer Branding Aktionen, die je durchgeführt wurden. Einprägsam in dem Sinne, dass die Anwesenden den Employer Brand nicht wieder vergessen werden.

Mit einem Minimum an Vorgaben durch die 4 anwesenden Trainer startete die Woche am 16.08.2010. Lediglich die Essenszeiten und die DB Präsentation am 2 Tag wirkten wie Fixpunkte in einem fließenden Konzept. Thema der Woche war die Gruppe und das jeden Tag aufs Neue. Eine interessante Erfahrung für mich, die mir zeigte, dass es ein Leben zwischen den Zeilen gibt.

Unternehmensvertreter war ich genau 2 Tage lang; bis zum Ende meiner Unternehmenspräsentation – anschließend war ich „nur“ noch Botschafter. Die Präsentation selbst hatte bis auf das DB Layout nichts mit dem Konzern gemein und traf dennoch gefühlt voll ins Schwarze (bullseye). „Employer Branding durch die Hintertür“ wurde mir mehrfach im Nachgang durch das Feedback der Teilnehmer gespiegelt. Meiner Meinung nach einer der effektivsten Wege, die Arbeitgebermarke zu platzieren. Der Wandel vom Unternehmensvertreter hin zum Botschafter verstärkte den Effekt und manifestierte sich in einem Zuwachs an eigener Identität, die ich in das Training einfließen lies. Sicherlich war dies keine bewusste Handlung – sicher ist nur, dass ich am Freitag weitaus mehr Robindro Ullah war als noch am ersten Tag.

Herausfordernd war zudem die Sprache. Teilnehmer aus verschiedenen Ländern Europas machten es erforderlich, sich auf Englisch zu unterhalten. An sich kein Problem, wenn nicht das Thema die Gruppe gewesen wäre. Bislang war ich noch nicht in die Verlegenheit geraten, das Leben zwischen den Zeilen auf Englisch zu umschreiben. Selbst auf Deutsch musste ich dies bislang noch nicht. Aber man lernt gern hinzu.

Fazit: gemeinsame Trainings – Studenten und Unternehmensvertreter unter einem Dach – sind ein sehr schönes Tool zur Positionierung der Arbeitgebermarke. Die Studenten lernen den Arbeitgeber von einer anderen Seite kennen und bilden direkt erste Netzwerke. Die Mitarbeiter werden gefördert und durch interessante neue Angebote gefordert. Rekrutierung neuer Mitarbeiter und Bindung vorhandener Mitarbeiter in einem Zug.

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Ein Wolf im Schafspelz – Employer Branding durch die Hintertür?

August 10th, 2010

Den „circle of trust“ zu betreten, ist im Grunde das Ziel eines jeden Arbeitgebers. Das ist der Bereich der Wunschzielgruppe den man betreten darf, wenn man Vertrauen, Reputation und Ansehen entsprechend aufgebaut hat.

Die Studenteninitiative bonding, eine der größten Ingenieursstudenteninitiativen Deutschlands, hat für die DB eine besondere Bedeutung. Nicht nur das Ingenieursnachwuchs bei der DB sehr gefragt ist, wir haben zudem das Glück Mitglied des Förderkreises dieser Initiative zu sein. Die Initiative selbst zeichnet sich zum einen durch das Angebot einer Vielzahl von sehr professionell organisierten Firmenkontaktmessen und weiteren Veranstaltungen aus und zum anderen durch ein hervorragendes internes Trainingssystem. Mitglieder haben die Chance diverse Seminare zu belegen, um sich unter anderem in Softskills, Zeitmanagement etc. weiterzubilden (weitere Infos zu bonding unter www.bonding.de).

Uns als Unternehmen bietet bonding somit erstklassige Plattformen, um in den Kontakt mit Studenten zu kommen. Die Messen, IndustryNights und anderen Events sind meist gut besucht und helfen sowohl Studenten als auch Unternehmensvertretern, die sonst teilweise vorhandenen Hürden zu überwinden. Als Mitglied des Förderkreises erkennt man allerdings auch schnell, dass insbesondere die Mitglieder der Initiative sehr interessante potentielle Bewerber sind, um die man sich bemühen sollte. Gelegenheiten hierzu gibt es einige. So sei das jährlich stattfindende bonding Camp genannt (bonding Camp 2010) – eine 3tägige Mitgliederversammlung – oder aber die Abendveranstaltungen der Messen.

Vor wenigen Wochen bot sich mir nun eine neue Möglichkeit, die DB Fahne im Kontext bonding hoch zu halten. Aus meiner Sicht eine sehr einmalige Gelegenheit, die nach meinem Wissen in der Form noch nicht ausgetestet worden ist. Für diese Möglichkeit möchte ich mich ganz herzlich bei der bonding-studenteninitiative bedanken.

Als „normaler“ Teilnehmer darf ich an einem der Trainings teilnehmen, die bonding den eigenen Mitgliedern und mittlerweile auch Mitgliedern anderer Studenteninitiativen anbietet. Der Titel lautet „group dynamics“ und verspricht eine sehr interessante Erfahrung. 5 Tage lang werden sich 23 Studenten und ein Unternehmensvertreter mit gruppendynamischen Prozessen beschäftigen. Das Ganze wird von mehreren Trainern begleitet.

Für mich wird sich die Frage stellen, wie viel DB steckt in mir und wie viel DB sehen andere in mir. Werde ich als Unternehmensvertreter auf dem Training wahrgenommen und kann somit die Arbeitgebermarke vertreten, werde ich als Zugehöriger gebrandet und der Employer Brand fällt unter den Tisch oder aber werde ich als Privatperson aufgenommen und die Arbeitgebermarke wird genau aus diesem Grund stark positioniert. Ob ich also der Wolf im Schafspelz bin oder aber sich im Schaf gar nichts verbirgt, wird sich zeigen.

Alles in allem ist meine Teilnahme ein Pilot, der u.u. nicht replizierbar ist. Aber vielleicht bildet er auch die Grundlage für ein neues Format, in dem Studenten und Nachwuchskräfte aus einem Unternehmen auf einer ganz intensiven Ebene Kontakt haben. In Trainings und/ oder Fortbildungen werden Netzwerke geknüpft, die eine andere Qualität aufweisen, als die Kontakte von Messen oder Events.

Das Training wird in der kommenden Woche stattfinden und sicherlich teilweise auf den bekannten Kanälen von mir begleitet werden. Eine Empfehlung zu dem just erdachten Format wird es im Anschluss geben.

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Was macht der Mensch jetzt eigentlich?

July 20th, 2010

Wieder eine von den Fragen, die mir in letzter Zeit häufiger gestellt wurden. Gestern noch Hochschulmarketing des Konzerns und heute … heute Leiter ZusatzServices – aber was macht man da den ganzen Tag?

Heute Morgen entdeckten meine Augen einen wunderbaren Welt Online Artikel der bestens zusammenfasst, was die Basis meiner heutigen Arbeit bildet. Für Menschen wie Herrn Andreas Besta neue wertschöpfende Tätigkeitsfelder zu kreieren und dabei auch mal ungewöhnliche Wege zu gehen, gehört heute zum Alltag meiner Abteilung.

Wer nun denkt, damit verabschiede ich mich aus dem Personalmarketing, den muss ich leider enttäuschen. Das Thema Social Media Personalmarketing ist einfach zu spannend und eröffnet ggf. auch neue Tätigkeitsfelder.

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Der Place-to-be Effekt – wenn eine Tochter zum Trend wird

July 16th, 2010

Wenn ich mich in der Vergangenheit mit Employer Branding beschäftigt habe, so hatte ich im Grunde stets externe Konkurrenten im Blick. Ziel war es, den Konzern auf dem Markt der Arbeitgeber zu platzieren und sich gut gegenüber Mitbewerbern aufzustellen. Alt bekanntes Spiel. Gehe ich mal einen kleinen Schritt zurück und begebe mich auf unseren internen Arbeitsmarkt, so müsste man dort doch ein ähnliches Szenario entdecken. Die Spielregeln sind ein wenig anders – hier fährt man eher einen Nicht-Angriffs-Pakt – nichtsdestotrotz stehen Töchter eines Konzerns untereinander in einer Art Konkurrenzkampf, wenn es um interne Nachwuchskräfte geht. Häufig wechseln Absolventen ihre erste Anstellung nach 2-3 Jahren. Als Konzern haben wir die Aufgabe hier an sich den-/ diejenige zu binden, als Tochtergesellschaft sollte ich mich ggf. darum kümmern, dass sich der Bewerber für meine Gesellschaft entscheidet, sofern er nicht schon bei mir ist. Letzteres würde für die Gesellschaft ebenfalls Bindung bedeuten. Folglich stehen Personaler auch intern vor einer dem externen Markt sehr ähnlichen Situation, aus der man ggf. Strategien oder Ideen ableiten und übersetzen kann.

Nun ist man sich in einem Konzern selbstverständlich wohl gesonnen und spielt fair. Demnach gilt für alle eine Art Waffenstillstand und man hat sich darauf geeinigt, dass letzten Endes der Bewerber entscheidet. Trotzdem zeichnen sich doch immer wieder  Trend Gesellschaften ab. Klassische Trend Gesellschaften bzw. Trend-Abteilungen sind die Geschäftsentwicklung/ Strategie und die interne Managementberatung – ähnlich dem externen Markt. Aber neben den Dauerbrennern gibt es noch weitere Player, die sich allerdings scheinbar auf Position 1 hin und wieder abwechseln. Die Frage, die sich stellt, worin liegt dieser Wechsel unter den Top Plätzen begründet – wonach wird entschieden, welche Gesellschaft derzeit trendy ist?, wenn doch gar kein aktives Employer Branding betrieben wird.

Meine These: es ist u.a. der Place-to-be Effekt.

Der Place-to-be Effekt ist recht schnell erklärt. Voraussetzung ist, dass sich der Arbeitsmarkt auf eine Gruppe bezieht, die entweder bereits vernetzt ist oder aber leicht die Möglichkeit hat sich zu vernetzen und somit die Chance hat über Wechsel informiert zu werden.

Aus einem  Grund X, wechseln diverse Nachwuchskräfte in ein und dieselbe Tochtergesellschaft – idealer Weise im Sinne der internen Top Arbeitgeber zu einem Underdog. Tendenziell muss es sich zudem um sehr gut vernetze Nachwuchskräfte handeln, die alle in kürzeren Abständen von wenigen Monaten nacheinander wechseln. Ab einer zu bestimmenden Anzahl an wechselnden Nachwuchskräften setzt der Place-to-be Effekt ein und andere werden aktiv nach Stellen beim Underdog suchen. Der Underdog wird zum Place-to-be; die Tochtergesellschaft zum Trend.

Es ist eine Art Sog-Effekt, der zusätzlich zum klassischen „Mitarbeiter werben Mitarbeiter“ on Top auftritt. Den Effekt konnte ich intern bereits mehrfach beobachten – zuletzt meiner Meinung nach bei der DB Tochter DB Services. Unklar ist geblieben, wie ich den Effekt aktiv provoziere und das am besten auf dem externen Markt. Natürlich könnte ich intern nach Kochrezept vorgehen. Man suche sich maximal vernetzte Nachwuchskräfte – key influencer – , die darüber hinaus exzellente Leistung zeigen, und stelle diese ein. Die Einstellung solcher Potentialträger (Potentialträger auch im Sinne eines Vernetzungswertes) kann natürlich nur über attraktive Stellen und Aufgaben erfolgen. Für diese ist also auch Sorge zu tragen. Wie ich die Leistung feststelle ist mehr oder weniger klar. Die Herausforderung, die einem bleibt bei Anwendung des Kochrezeptes, ist: wie stelle ich den Grad der Vernetzung eines Mitarbeiters fest?

Wie vernetzt eine Nachwuchskraft in einem Unternehmen ist, bekommt für mich nicht nur in diesem Kontext eine große Bedeutung. Es gibt sicherlich eine Vielzahl von Fallbeispielen, in denen bei Besetzung von Schlüsselpositionen auf einen hohen Vernetzungsgrad geachtet wird.

Gehen wir zurück auf den externen Markt und meinem internen Kochrezept für den Place-to-be Effekt. Lässt sich dieses evtl. auf extern übertragen – kann ich es dort ggf. viel leichter anwenden?

Auch hier muss ich mir – bei grober Betrachtung – ansehen, welche Leistung hat ein Student im Studium erbracht und wie vernetzt ist der Student. Die Leistung lassen sich klassisch u.a. über seine Zeugnisse feststellen, aber wie sieht es mit dem Vernetzungsgrad aus. Die Hürde im Bezug auf die Mitarbeiter und deren Vernetzung im Unternehmen ist natürlich, dass intern – zumindest bei uns – keine facebookartige Plattform existiert, über die sich ein Vernetzungsgrad leicht ermitteln ließe. Extern sieht es ein bisschen anders aus. Über gängige Netzwerke kann man in vielen Fällen recht schnell feststellen, wie vernetzt ein Student ist – zumindest online. Sich also gezielt Studenten mit hohem Vernetzungsgrad zu suchen, ist ggf. gar nicht mehr so abwegig. Habe ich bei zwei Bewerbern gleicher Qualifikation die Wahl, so könnte der Grad der Vernetzung zukünftig das berühmte i-Tüpfelchen sein.

Der Place-to-be Effekt ist sicherlich lediglich ein sehr kleiner Baustein im Personalmarketingkonzept. Wenn ich ihn in kleineren abgeschlossenen Gruppen – z.B. Studenteninitiativen – auf dem externen Markt initialisieren kann, dann trägt er seinen Teil zur Rekrutierung bei.

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Unser Hochschulmarketing wird viereckig

June 14th, 2010

So nach und nach scheint es sich durchzusetzen. Zumindest steigen meine Followerzahlen seit Wochen stetig, was im Sommer 2009 noch ganz anders aussah. Mir scheinen zudem die Anzahl der Plätze und Locations in Deutschland zunehmend endlicher, die noch nicht in foursquare (4sq) geadded wurden.

Location Based Services nennen sich meine neuen Spielzeuge, die ich seit knapp einem dreiviertel Jahr auf die Tauglichkeit für das Hochschulmarketing erprobe. Hier insbesondere 4sq, was sich im Wesentlichen darin begründet, dass als erstes die 4sq App für den Palm Pre herauskam.

Betrachten wir die aktuellen Nutzergruppen – meine subjektive Wahrnehmung sagt mir derzeit stetig wachsend – , so tummeln sich leider zu Beginn wie immer die üblichen Verdächtigen dort – meine Suppe. Nichtsdestotrotz gilt für mich der Twitter – Ansatz: LBS wird in Zukunft eine große Rolle spielen und ob das dann via 4sq oder gowalla oder wie auch immer geschieht, ist heute für mich nicht entscheidend. Wichtig ist, dass man einen Trend erkennt und sich in die Tools ein wenig hineindenkt, um Ansätze für den Bereich HR zu erkennen – oder auch nicht.

Als Deutsche Bahn hat man es häufig schwer – aber in diesem Fall, wenn es um LBS geht und 4sq kommt uns unsere Dezentralität sehr zu Gute. 5.400 Bahnhöfe kann ich der DB zuordnen und in vielen dieser Bahnhöfe checken bereits heute täglich Menschen ein. Wenn man es sich genau überlegt, wäre es ein Frevel dieses Potential ungenutzt zu lassen.

Was haben wir also versuchsweise getan? Wir haben ortsspezifische Stellenanzeigen an Bahnhöfen veröffentlicht. Einer der Vorteile von LBS ist das Wissen um den Standort. D.h. dem Nutzer bzw. potentiellen Bewerber kann ich auf diese Weise Informationen (Stellenanzeigen) zukommen lassen, die sich auf seinen Standort beziehen. Am Beispiel Frankfurter Hauptbahnhof war es nun sehr schön zu beobachten. Dort hatte ich eine Anzeige an der digitalen Bahnhofswand platziert, auf die ich nun im Handumdrehen mehrfach angesprochen wurde. Die Anzeige bezog sich auf eine Traineestelle im Raum Frankfurt. Soweit so gut – leider wurde ich noch von niemandem aus meiner Zielgruppe angesprochen, der grundsätzliche Anzatz und die Sichtbarkeit scheinen aber zu funktionieren bzw. gegeben zu sein.

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Meine 4 Social Media „Axiome“

June 8th, 2010

Mein Besuch in der vergangenen Woche bei Scholz & Friends hat mich nachhaltig zum Grübeln gebracht. Fallen, in die ich bereits zu Beginn meiner Social Media Karriere getappt war, machten sich bereit, um die nächsten Unwissenden zu schnappen. Nicht nur am selben Abend noch habe ich versucht, die Anwesenden an meinen Erfahrungen teil haben zu lassen, ich habe mir zudem Gedanken über die wichtigsten Dinge gemacht, die ich während der letzten 2 Jahre gelernt habe. Dinge, bei denen ich ursprünglich ganz anderer Meinung war, Social Media mir allerdings unmissverständlich zu verstehen gab, dass es ganz anders ist und insbesondere nicht so wie ich´s gern hätte.

Aus diesem Grübeln entstanden dann meine  4 „Axiome“:

  • Social Media ist nicht umsonst – Social Media kostet viel Zeit
    Hierbei ist das Schreiben von Tweets oder Statusupdates das geringste „Übel“. Tatsächlich Zeit kostet das Mitlesen der Zielgruppe, Identifikation von Trends und Themen und das Monitoren der Freunde/ Follower/ Kontakte etc.
  • Vertrauen ist TOP – Kontrolle funktioniert nicht
    Sich jeden Tweet vor dem Absenden frei geben zu lassen, führt das System ad absurdum.
  • Planung ist Programm
    „Einfach machen“ – ist nicht die Devise, die man als Unternehmen beim Thema Social Media Personalmarketing verfolgen sollte. Regelmäßiger Content ist notwendig und eine durchgehende Planung eines Programms.
  • Beim Zwingen hat man nichts gekonnt
    Social Media ist kein Auftrag, den man jedem Mitarbeiter geben kann. Hier ist in besonderem Maße wichtig, dass der Mitarbeiter den Auftrag akzeptiert und sich mit seiner Aufgabe identifizieren kann.

Sicherlich gibt/ gab es noch eine Reihe weiterer Irrtümer, denen ich auf den Leim gegangen bin. Die größte Auswirkung auf mich und meinen Job hatten allerdings diese 4.

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Online Reputation Management – (k)ein Thema für Studenten?

June 4th, 2010

Nachdem ich in den vergangenen knapp 3 Jahren meine Aktivitäten im Bereich Social Media stark vorangetrieben habe und fleißig stets meinen Klarnamen verwendete, musste ich feststellen, dass ORM klamm heimlich zu meinem täglich Brot geworden ist.  Aber was genau bedeutet das?

ORM klingt aus der Sicht vieler sehr hochtrabend. Was für ein Hexenwerk da wohl hinter steckt und welche Zeitressourcen das wohl fressen mag, sind Reaktionen, die ich in der Vergangenheit hin und wieder beobachten konnte. Bei meiner eigentlichen Zielgruppe – den Studenten – sah es wiederum anders aus. Dort ist das Thema ORM noch gar kein Thema – zumindest machte es den Anschein.

Im Grunde bieten wir den Studenten schon seit langem eine Art „Analoges Reputations Management“. Für den Bewerbungsprozess entscheidend ist es, wie sich der Student bzw. der Absolvent verkauft. Ist seine Bewerbungsunterlage ansprechend – und noch viel wichtiger, kann er seine eigene Marke während des Auswahlprozesses gut positionieren? Und eben hierin schulen Firmen die Studenten. Das Angebot an Präsentationstechnikseminaren, Bewerbungsmappenchecks und AC Trainings ist schier überwältigend.

Seit geraumer Zeit hat sich ein weiteres „Instrument“ in den Auswahlprozess eingeschlichen. Allgemein bekannt als „wir googlen die Bewerber“, haben Personaler eine weitere Quelle für Informationen über den Bewerber entdeckt: das Internet. Allerdings scheinen nur wenige auf die Idee gekommen zu sein, auch hier dem Studenten Hilfen mit an die Hand zu geben und Ihn darin zu schulen, auch dieses Instrument gewinnbringend für sich einzusetzen.

Warum dem so ist, obwohl Social Media in aller Munde ist und die Personaler zu einem großen Teil sagen: ja, wir googlen die Bewerber, kann man nur vermuten.

Die letzten zwei Workshops, die ich mit Studierenden zum Thema ORM im Bewerbungsprozess durchführen durfte, gaben viele interessante Einblicke.

Zum einen ist es kein neues Thema für Studenten, sofern ORM bereits mit dem „sich selbst googlen“ beginnt. Zum anderen war es bei den Studierenden noch nicht so präsent, wie viele Informationen ein Personaler aus dem Internet ziehen kann, wenn er a) Ahnung hat und b) ein bisschen Zeit mitbringt.

Als Übungsmaterial hatten wir die Daten einiger Studenten aus dem Internet gezogen und die Kursteilnehmer gebeten einmal die Rolle der Personaler zu schlüpfen. Es waren sowohl sehr positive als auch fragwürdige Beispiele dabei und zu meinem Erstaunen musste ich feststellen, dass die Studierenden deutlich strenger waren als wir von der DB.

Des Weiteren fand ich es sehr bemerkenswert, dass nahezu alle ORM als einen neuen Zwang empfunden haben, der ihnen durch die Personaler indirekt aufoktroyiert wird. „Wenn man heute noch ne Chance haben will, muss man sich damit beschäftigen.“ – anstatt „Endlich habe ich die Möglichkeit meinem CV eine persönliche Note zu geben und die sehr starre Form der gängigen Onlinebewerbung aufzubrechen.“

Meine Meinung zu dem Thema ist, dass man ORM im Bewerbungsprozess als einen zusätzlichen Turbo betrachten sollte. Hier hat man als Student – aber auch als Professional – die Möglichkeit sein Gesamterscheinungsbild zu unterstreichen. Ein guter Onlineauftritt – was das bedeutet, kann man sicherlich in nur wenigen 100 Seiten erörtern – beeindruckt mich positiv. Ein schlechter oder negativer Auftritt veranlasst mich dazu, im Bewerbungsgespräch nachzuhaken. Hier ist dann die Schlagfertigkeit des Bewerbers gefragt. Kein Onlineauftritt lässt mich heutzutage noch unberührt.

Letzteres wird sich sicherlich zukünftig ändern – wobei das in Abhängigkeit von der Position/ Stelle zu sehen ist, auf die derjenige/diejenige sich bewirbt.

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Wer hätte das gedacht?

May 27th, 2010

Als ich vor 1,5 Jahren bei meiner Oma in NRW zu Besuch war und dort beschloss @DBKarriere zu eröffnen, waren mir die Auswirkungen und die Arbeit, die diese Entscheidung mit sich bringen sollte, nicht bewusst.

Das Thema und auch der Account haben mir viele Türen geöffnet und sogar neue Türen kreiert. Morgen Vormittag darf ich eine dieser neuen Türen, die es vorher nicht gab, aufstoßen. Ich freue mich schon sehr, denn es geht nach London zum European DB Schenker HR Meeting. Es ist das erste Mal, dass ich zu einem Vortrag eingeladen werde, bei dem ich die Gelegenheit bekomme, mit anderen Nationen über meine Arbeit zu diskutieren und Einblicke in das Corporate Social Media Life anderer Länder ein zu tauchen. Neben Vertretern aus Finnland, Schweden, Norwegen, Frankreich, Spanien und Russland werden noch viele weitere DB Schenker Personaler aus anderen Ländern dabei sein. Es sind die jeweiligen HR Verantwortlichen der Landesgesellschaften, denen ich @DBKarriere als Best Practice zum NICHT – Nachahmen vorstellen werde. Was zu uns gepasst hat, muss nicht zu jedem passen und auch nicht auf jedem Markt angebracht sein. Auch ich weiß nicht, ob ich in der heutigen Zeit nochmals mit @DBKarriere starten würde oder nicht vielleicht doch einen anderen Ansatz wählen sollte. Man muss sehr viele Randbedingungen beachten und ich bin wirklich sehr auf die morgigen Randbedingungen gespannt, die mit Sicherheit sehr unterschiedlich diskutiert werden. Was mich auch brennend interessiert ist, wie bereit ist welches Land, sich einen HR Social Media Hauptamtlichen zu leisten.

Morgen werd ich´s hoffentlich wissen.

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bonding Camp 2010 – die Realität kann man nicht ersetzen

May 15th, 2010

Bei all der Diskussion um Social Media und der Anwendung im Personalmarketing darf man nicht vergessen, dass real-live nicht zu ersetzen ist. Der persönliche Kontakt zu einem Bewerber, das face-to-face Gespräch mit einem Fachbereich, dass sind die Erfolgsfaktoren der DB. Betrachtet man die Entwicklung des Social Media Feldzugs, so stimme ich gern zu, wenn man über einen qualitativ deutlich besseren Erstkontakt zu einem Unternehmen im Zusammenhang mit Social Media spricht als es früher der Fall war. Nichtsdestotrotz möchte ich die Gespräche auf Augenhöhe im Kontext von Veranstaltungen nicht missen, die häufig den entscheidenden Ausschlag bei der Arbeitgeberwahl gegeben haben. Die vergangenen 2 Tage haben wir daher auf dem legendären Bonding Camp verbracht. Aus meiner Sicht ein echtes Privileg für die Firmen, die dem bonding Förderkreis angehören.

Für jeden der bonding nicht kennt: Die bonding-studenteninitiative e.V. ist eine der führenden Initiativen im Bereich der MINT-Fächer. Sie ist bundesweit in 11 Hochschulgruppen mit 200 aktiven Mitgliedern vertreten und bietet Unternehmen und Studenten eine Plattform zum aktiven Austausch und zur Kontaktaufnahme ( www.bonding.de ).

Die Veranstaltung ist ein echtes Highlight, da hier die Chance besteht, nicht nur als Firmenvertreter auf tatsächlicher Augenhöhe den Studenten zu begegnen, sondern auch mehr Einblicke in die Zielgruppe zu bekommen. Man kann Vertrauen aufbauen und vor allem Präsenz als Unternehmen zeigen. Anders als auf Messen oder Fallstudien gibt es dort den Raum für neue Ideen, intensive Diskussionen und aktiven Austausch. Der Workshop, den wir am Freitag durchgeführt haben zum Thema „Online Reputation Management – Social Media in der Bewerbungsphase“, war insbesondere auch für uns sehr bereichernd. Erstaunlich wie weit Social Media bereits diese Initiative durchdrungen hat – und hiermit meine ich nicht StudiVZ und Facebook, sondern z.B. auch Twitter und die aktive Nutzung dieses Kanals. Entscheidender und lohnender als der Workshop waren aber in der Tat die Gespräche, die wir im Verlauf des Tages und an den Abenden führen konnten. Und wenn man mal ehrlich überlegt, hat man nur einmal im Jahr die Chance als Deutsche Bahn ca. 200 engagierte Studenten – zum großen Teil Ingenieure – ganz für sich allein zu haben. Denn man mag es kaum glauben, aber die Deutsche Bahn war das einzige Unternehmen vor Ort – auf einem der größten Ingenieurs-Studentenevents in Deutschland.

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Das Twitter Time-lag

May 5th, 2010

Nach nunmehr zwei sehr spannenden Konferenzen – der SMPC 2010 und der Recruiting 2010 – habe ich immer stärker das Gefühl, dass wir bei Twitter eine kleine Zeitverzögerung erleben, die allerdings von einigen Unternehmen nicht so wahrgenommen wird. Fakten liegen mir keine vor. Doch vereinzelte Gespräche und auch der Eindruck, den ich bei @DBKarriere gewinne, lassen darauf schließen, dass nun die Zeit der Studenten und Professoren auf Twitter angebrochen ist. Rechtzeitig zur allgemeinen Twitter-Unternehmens-Flaute scheinen die Zielgruppen das neue Land zu erobern.

2009 war das Twitter-Jahr schlecht hin. Print, Fernsehen und Online sprachen permanent von Twitter. Kaum ein Tag verging ohne einen neuen Artikel, Bericht oder ein neues Interview über Twitter.

2010 scheinen sich die Verhältnisse aber geändert zu haben und an der Social Media Spitze in Deutschland angekommen ist: Facebook. Das was man im Allgemeinen als Hype bezeichnet, würde ich in diesem Jahr mit Facebook belegen. Es ist aber so, dass sich meiner Meinung nach ein Hype von einer sinnigen Social Media Strategie unter anderem dadurch unterscheidet, dass für den Hype folgende Aussage zutrifft: „Es kann nur einen geben!“. Bei einer Strategie, die sich auf Netzwerke und deren Anwendung z.B. im Personal bezieht, kann es mit nichten nur ein Netzwerk geben. Die eierlegende Wollmilchsau wurde meines Wissens nach noch nicht entwickelt und insbesondere Netzwerke wie Twitter und Facebook lassen sich nicht nur technisch leicht verbinden, sondern ergänzen sich im „Können“ sehr gut. Bei der Entwicklung einer Strategie kann ein Hype also als Orientierung dienen, sollte aber nicht 1 zu1 als Strategie adaptiert werden.
Kommen wir zurück zum Timelag. Mein Gefühl sagt mir, dass die Twitter Euphorie  in vielen Unternehmen verflogen ist und vielerorts festgestellt wird, dass auch twittern Zeit kostet. Der Anfang ist harte Arbeit und der Aufbau einer angemessenen Reputation nicht bei der Eröffnung des Firmenaccounts inklusive.

Parallel scheint es aber nun so zu sein, dass Deutschland sich sowohl in Summe als auch im Spezialfall Studenten für Twitter zunehmend mehr interessiert. Unter unseren Followern finde ich immer mehr Stundenten und die Anfragen zu Twitter/ Social Media Abschlussarbeiten steigen.

Waren wir als Unternehmen im vergangenen Jahr folglich 12 Monate zu früh dran? Verpassen wir nun die Chance auf Twitter?

Mit @DBKarriere werden wir definitiv am Ball bleiben und die studentische Entwicklung im Auge behalten.

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